Hörbuch: Die Liebesfalle – Spielregeln für eine neue Beziehungskultur

„Die Liebesfalle: Spielregeln für eine neue Beziehungskultur“ von Hans-Joachim Maaz erschien 2007 und liegt mittlerweile in der 13. gedruckten Auflage vor. Wir freuen uns, Ihnen hier das Hörbuch, eingesprochen von Esther Seer, vorstellen zu können. Dieses Hörbuch wurde von der Hans-Joachim Maaz Stiftung Beziehungskultur mit freundlicher Genehmigung des C.H.Beck Verlag produziert. Es wird ausschließlich auf dieser Seite zum kostenlosen Herunterladen angeboten: Hörbuch „Die Liebefalle – Spielregeln für eine neue Beziehungskultur“ (200 MB, MP3).

Wenn Ihnen das Hörbuch gefällt und/oder Sie die Arbeit der Stiftung zur Förderung von Beziehungskultur unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende!

Das Vorwort und das 1. Kapitel können Sie hier hören:

Zum Buch: Wie können wir den Gefühlsstau in unseren Beziehungen auflösen und zu einer neuen, durch Ehrlichkeit und Offenheit geprägten Beziehungskultur finden? Liebe, das bedeutet oft nicht nur Leidenschaft und gute Gefühle, sondern auch Verstrickung und tiefe Enttäuschung aufgrund unerfüllt bleibender Erwartungen. Die Liebesfalle schnappt immer dann zu, wenn der Partner oder die Partnerin dazu benutzt wird, erlittenes Leid abzureagieren, und so die Beziehung die Folgen vorhandener Störungen verstärkt.

Dieser Falle entkommt man durch eine lebendige Beziehungskultur, die von Ehrlichkeit und Offenheit geprägt ist und in der überkommene Muster keine Bedeutung mehr haben. Ganz wesentlich gehört dazu:

  • die eigene Befindlichkeit zu reflektieren
  • erst zu fühlen und dann zu handeln
  • sich unverstellt mitzuteilen
  • Mut zu klaren Ansagen und Aussagen
  • zuzuhören, ohne Druck auszuüben
  • stets verhandlungsbereit zu bleiben

Dieses Buch ist voller Zuversicht: Eine lebendige Beziehung kann zur Quelle dynamischer Weiterentwicklung beider Partner werden und ihnen tiefe Befriedigung jenseits von Konsum und Erfolgsdruck verschaffen.

Die Liebesfalls Buchcover

Möglichkeiten für Zwiegespräche

Termine/Ort:
22.–23. Februar 2025 (Rosenstraße 2, Halle/Saale)
29.–30. März 2025 (Steiler Berg 4, Halle/Saale)

Uhrzeit: 
Samstag 10:00–17:00 Uhr, Sonntag 10:00–16:00 Uhr

Leitung:
Uwe Schmid
Kommunikationstrainer | Systemischer Personal- & Business-Coach | Mediator

Kosten: 
140 € pro Person inkl. Materialien, Getränke und Pausenverpflegung (ohne Mittagessen)
Teilnahme: Geeignet für Paare und Einzelpersonen

Anliegen:
Die Zwiegespräche-Workshops bieten den Teilnehmenden einen geschützten Raum, um die Methode der Zwiegespräche nach Michael Lukas Möller kennenzulernen und zu vertiefen. Sie fördern eine offene, wertschätzende Kommunikation, die Nähe, Vertrauen und Lebendigkeit in Beziehungen stärkt – sei es in der Partnerschaft oder im Austausch mit anderen wichtigen Menschen.

Zielstellung:
Ziel der Workshops ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern, Missverständnisse zu vermeiden und Beziehungen bewusster zu gestalten. Durch praktische Übungen lernen die Teilnehmenden, sich klar auszudrücken und achtsam zuzuhören – zentrale Elemente, die sowohl die Beziehung als auch das persönliche Wachstum bereichern können.

Anmeldung und weitere Information bitte über Herrn Schmid selbst:
Telefon: +49 162 6345396
E-Mail: Nachricht@uweschmid.com
Website: https://www.uweschmid.info

Zwiegespräche

Die Gesellschaft driftet in fast allen Lebensbereichen auseinander, egal ob Klima, Krieg, Corona, Migration, Sprache, Digitalisierung, aber auch in persönlichen Themen wie Kinder(-wunsch), Beziehungsgestaltung, Familienleben, Gesundheit etc. Das Gespräch miteinander scheint immer schwieriger zu gelingen, oft bleibt es bei den verschiedenen Meinungen stehen, nicht selten auch in feindseliger Gegnerschaft.

Entwickelt wurde die Methode der Zwiegespräche durch Michael Lukas Möller in seinem Buch „Die Wahrheit beginnt zu zweit“ als Paargespräche. Dort ist sie auch weiterhin als eine beständige Möglichkeit für Paare zu sehen, im Miteinander zu bleiben.

Wir sehen die Methode der Zwiegespräche als ein wirksames Mittel, die Sprachlosigkeit zu überwinden und stärker ins Miteinander zu kommen – egal in welchem Kontext.

Was ist ein solches Zwiegespräch? Dem Gegenüber ohne Bewertung zuhören, versuchen, die Beweggründe nachzuvollziehen und das vor allem durch die Perspektive der jeweiligen biografischen Prägung und sozialen Situation.

Die Hans-Joachim Maaz – Stiftung setzt sich dafür ein, die Idee der Zwiegespräche zu verbreiten.

Ausschnitt aus einem Vortrag von Hans-Joachim Maaz, in dem er wesentliche Regeln für das Führen von Zwiegesprächen beschreibt:

Bilder vom 4. Stiftungstag

im Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus Leipzig

Der 4. Stiftungstag beginnt.
Die Teilnehmer nehmen ihre Plätze ein.
Moderation: Hans-Jörg Klemm
Begrüßung durch Dr. Hans-Joachim Maaz
Begrüßung durch die Vorsitzende des Fördervereins Dr. Sabine Stiehler
Der Vortrag von Dr. Hans-Joachim Maaz
Anschließende Diskussion
Die Workshopleiter stellen ihre Workshops vor: Dr. Matthias Stiehler – Zwiegespräche in der Partnerschaft
Die Workshopleiter stellen ihre Workshops vor: Dr. Ulrike Gedeon-Maaz – Zwiegespräche zwischen den Generationen
Die Workshopleiter stellen ihre Workshops vor: Ekbert Kretzschmar – Zwiegespräche zwischen Freunden oder Kollegen
Die Workshopleiter stellen ihre Workshops vor: Jakob Klemm – Zwiegespräche zu gesellschaftlichen Themen
Pause
Pause
Abschlussplenum
Abschlussplenum
Abschluss mit Dank an Dr. Hans-Joachim Maaz
Verabschiedung

9. Mitgliederversammlung 11.10.2024

Am 11. Oktober fand unsere 9. Ordentliche Mitgliederversammlung mit Wahl eines neuen Vorstandes in Leipzig statt.

In ihrem Rechenschaftsbericht bilanzierte die Vorstandsvorsitzende Anke Borchardt das vergangene Jahr und informierte über Aktivitäten des Fördervereins und der Stiftung. Schatzmeister Frank Müssig erläuterte den Kassenbericht und die Mitgliederentwicklung.
Es folgten Diskussion und Abstimmung über die Mittelvergabe. Der Förderverein wird in diesem Jahr eine Spende in Höhe von 4000 Euro an die Hans-Joachim Maaz – Stiftung Beziehungskultur überweisen.
Dr. Sabine Stieler dankte der ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Anke Borchardt für 6 Jahre engagierte Leitung des Vorstandes des Fördervereins der Hans-Joachim Maaz – Stiftung Beziehungskultur.

Zum neu gewählten Vorstand gehören: Vorsitzende des Fördervereins Dr. Sabine Stiehler, 1. Stellvertreter Dr. Matthias Stiehler, 2. Stellvertreterin Dagmar Schwarz, Schatzmeister Frank Müssig, Schriftführerin Ilka Bläß-Müssig.


Dank an Anke Borchardt für ihre Arbeit als Vorstandsvorsitzende in den vergangenen 6 Jahren
Mitgliederversammlung

Dank an den bisherigen Vorstand und den Kassenprüfer

Der neu gewählte Vorstand des Fördervereins

4. Stiftungstag 2. November 2024 „Verstehen und verstanden werden. Theorie und Praxis der Zwiegespräche nach Hans-Joachim Maaz“

Am 2.11.2024 fand der 4. Stiftungstag der Hans-Joachim-Maaz-Stiftung Beziehungskultur in Leipzig im Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus statt. In einer Zeit, in der viele äußere Sicherheiten verloren gehen (Frieden, Arbeit, materielle Versorgung) und wir mit Wucht erlebt haben, wie staatliche Maßnahmen das private Leben außer Kraft setzen, werden zwischenmenschliche Beziehungen umso wichtiger. Aber auch in diesem Lebensbereich gibt es viele Verletzlichkeiten, zwischen Partnern, zwischen Freunden, zwischen Arbeitskollegen, zwischen den Generationen und insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und alten Menschen. Damit nicht das Trennende über dem menschlich Verbindendem steht, braucht es Verständigung und für die Verständigung ein Handwerkszeug.

Hans-Joachim Maaz hat im Rahmen der von ihm entwickelten Beziehungskultur (u.a. „Ich bin das Problem!“) und im Anschluss an Michael Lukas Möller (Literatur: Die Wahrheit beginnt zu zweit) die Theorie und Praxis der Zwiegespräche entwickelt und es war uns als Stiftungsvorstand und -beirat sowie als Fördervereinsvorstand ein besonderes Anliegen, dieses einer Öffentlichkeit im „Stiftungstag“ zugänglich zu machen. Unser Ziel war auch, den Vortrag von Hans-Joachim Maaz aufzunehmen, um ihn hier auf den Stiftungsseiten zu präsentieren und einer noch größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und unser Ziel war, im großen Stil selbst aktiv zu werden und Zwiegespräche zu ‚üben‘.

Wie ist es nun gelaufen?

Hans-Joachim Maaz hat einen Vortrag gehalten, der grundsätzlich unsere gesellschaftlichen Veränderungen im Blick hatte und die Möglichkeiten, in ihnen Gestaltung und Selbstwirksamkeit zu erleben. Den Vortrag können Sie sich unten auf dieser Seite anschauen.

Der entscheidende Punkt in Zwiegesprächen ist dabei der dialogische Monolog in begrenztem Zeitumfang und die Aufforderung, dass jeder von sich spricht. Leicht gesagt und schwer getan. Um das Tun ging es in den vier Workshops. In der Vorbereitung auf diesen Tag haben sich vier thematische Gruppen gebildet: Zwiegespräche zwischen Lebenspartnern, zwischen Freunden oder Kollegen, zwischen den Generationen und zu gesellschaftlichen Themen wie Corona, Krieg und Migration. Wir Gruppenleiter waren alle gleichermaßen fasziniert, wie sich in den zahlenmäßig großen Workshops (ca. 20 bis 30 Teilnehmer) eine ehrliche und berührende Atmosphäre herstellte. Diese Atmosphäre entwickelte sich durch den Vortrag, denn schon da war eine deutliche Betroffenheit spürbar und jeder Teilnehmer wusste, worum es geht: um die ehrliche Mitteilung von sich.

Hier ein paar Ergebnisse, die die Workshopleiter zusammengetragen haben:

In der Gruppe zum Thema Partnerschaft gab es Zwiegespräche zu verschiedenen, sehr allgemein gültigen und wiederkehrenden Konstellationen in Zweierbeziehungen. Ein Mann sprach von seinem Erleben, sich in der Ehe immer wieder „als kleiner Junge“ zu erleben, der es „Mutti“ recht machen will und dennoch auf der Strecke bleibt, sprich mit seinem Bemühen keine Anerkennung findet.  Die Frau reagiert wie auf einem „anderen Planeten“ mit eigenen Ängsten und meint, ihrem Anspruch an Partnerschaft nicht gerecht zu werden. Die Gruppe hat wohlwollend und dankbar reagiert, dass es ihnen „genauso geht“. Da kindliche Bindungs- und Beziehungswünsche nicht ausreichend erfüllt wurden, kann auch keine Partnerschaft ausreichend ‚plombieren‘. Jedoch kann die gemeinsame Erkenntnis und Solidarität beziehungsstiftend sein. Ein anderes Paar hat sich zum Thema „Weihnachten“ ins Gespräch begeben und welche Rolle bei jedem Einzelnen die Herkunftsfamilie spielt, wer wen besuchen muß und will usw. Ein Thema, das immer die Gemüter erhitzt und es war nahezu befreiend als im daran anschließenden Gruppengespräch ein Vertreter der älteren Elterngeneration äußerte: „Ihr müsst doch nicht zu Euren Eltern fahren, die freuen sich vielleicht, wenn Ihr nicht kommt!“ Ein Hinweis auf Potentiale der Zwiegespräche auch zwischen den Generationen. Auch dazu gab es einen Workshop. Hier ging es vor allem um die Beziehungen zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern und zwischen Geschwistern. Die Themen waren: Beziehung zwischen Vätern und ihren Töchtern, Müttern und ihren Töchtern und zwischen Geschwistern. Bei den Zwiegesprächen über Eltern und ihre erwachsenen Kinder wurde deutlich, dass auf der Seite der Eltern besonders Schuldgefühle, Kränkungen und tiefes Bedauern über mangelnde frühe Elternschaft eine wesentliche Rolle in der Beziehung zu ihren Kindern spielen und der Wunsch, etwas nachzuholen, was leider nicht mehr nachzuholen ist. Auf der Seite der Kinder wurde deutlich, dass sie in Gefahr sind, ihre unerfüllten kindliche Bedürfnisse an die älter werdenden Eltern zu richten und nur schwer loslassen zu können von der Hoffnung, dass sich die Eltern doch noch ändern und ihnen vorzuwerfen, dass sie schuld sind an den Schwierigkeiten ihres Erwachsenenlebens. In dem Zwiegespräch über die Beziehung zwischen Geschwistern wurde das Thema bewegt, dass über chronische Konflikte zwischen erwachsenen Geschwistern enttäuschte oder aggressive Impulse, die infolge früher mangelnder oder repressiver elterlicher Beziehungsangebote entstehen, untereinander ausgetragen werden über Macht, Konkurrenz, Neid oder Kränkungen, als Folge, dass nicht gewagt wird, gemeinsam die frühen Eltern infrage zu stellen. Auch hier fanden sich trotz großer Teilnehmerzahl mutige Menschen, die die Zwiegespräche mit erstaunlicher Offenheit gewagt haben und die Gruppe hat mit wohlwollender Resonanz reagiert.

Ein weiterer Zwiegesprächs-Workshop war der zwischen Freunden oder Kollegen. Auch hier gab es sofort eine angeregte Arbeitsatmosphäre und es zeigte sich, wie brisant der soziale Sprengstoff werden kann, wenn man sich scheinbar nicht ganz so nahekommen muss, wie es in Familien und Partnerschaften zwangsläufig stattfindet. Gespräche und Diskussionen bleiben oft an der Oberfläche und external. Die Protagonisten in diesem Workshop haben von ihrem lebensgeschichtlichen Hintergrund berichtet und erst dadurch wurde es echt, ehrlich und authentisch. Offenbar herrscht in den Beziehungen zwischen Freunden oder Kollegen eine große Angst, „ausgestoßen zu werden“, Angst vor Zurückweisung, Verletzung und Enttäuschung. Dann ‚lieber‘ schön an der Oberfläche bleiben – die Angst vor Trennung ist zu groß! In Freundschaften und Arbeitsteams ist das Bedürfnis nach Zugehörigkeit besonders ausgeprägt, eine Zugehörigkeit, die es mglw. In der Herkunftsfamilie so nicht gab.

Auch in diesem Workshop gab es ein „Generationenthema“ zum „Wert der Arbeit“. Die Vertreter der älteren Generation, die Arbeit häufig als Pflichterfüllung und Lebensinhalt ansieht und die Jüngeren, die an einer work-life-balance interessiert sind. Auch hier war bei den beiden Gesprächspartnern der lebensgeschichtliche Zusammenhang erhellend: der eine von klein auf bemüht, die Erwartungen der Eltern (des Arbeitgebers) zu erfüllen, der andere weiß gar nicht, was sein Maß ist (was seine Eltern wollten).

Der Workshop zu den gesellschaftlichen Themen war sehr emotional und alle Anwesenden waren von der Atmosphäre des sich-Einlassens berührt. Es ging um die Spaltungsthemen unserer Zeit (Krieg und Frieden, Corona, Migration) und allzu oft wird darüber nicht mehr gesprochen, auch in Partnerschaften und Freundschaften wird lieber geschwiegen als Position bezogen. Umso bedeutsamer, wenn doch geredet werden kann und das gesprochene Wort stehen gelassen wird und gelten kann. Auch ohne Zustimmung, Verständnis und Nachfragen. Bestenfalls wird einem selbst klarer, wie und warum man so fühlt, denkt und handelt. Und bestenfalls gibt es AHA-effekte: aha, so ist das bei mir, weil ich so geprägt bin, aha, so ist es bei Dir, weil Du so geprägt bist. Mehr geht nicht!

Nach den Workshops und dem Kaffeetrinken gab es noch ein Abschlussplenum unter Leitung von Hans-Joachim Maaz. Viele der Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für Statements, Integration aus den erlebten Zwiegesprächen, Mitteilung aufgekommener Widersprüche, aber auch Danksagungen und sehr viel positiver Resonanz.

Angeregt und angefüllt und mit vielen artikulierten Fortsetzungswünschen ging der Stiftungstag gegen 18 Uhr zu Ende.

Der Vortrag von Hans-Joachim Maaz zum 4. Stiftungstag

Impressionen vom Stiftungstag

8. Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 14.10.2023

Am 14. Oktober fand unser 8. Jahrestreffen in Leipzig statt. Wir haben uns gefreut, 29 Mitglieder unseres Fördervereins, 3 Gäste sowie Herrn Dr. Maaz und Frau Dr. Gedeon-Maaz als Ehrengäste zur Veranstaltung begrüßen zu können.

In ihrem Rechenschaftsbericht bilanzierte die Vorstandsvorsitzende Anke Borchardt das vergangene Jahr und informierte über eine erfreuliche Zunahme der Aktivitäten. Schatzmeister Frank Müssig präsentierte die Mitgliederentwicklung und erläuterte den Kassenbericht. Anschließend wurde über den Vorschlag zur Mittelvergabe abgestimmt. Die anwesenden Mitglieder haben einstimmig entschieden, in diesem Jahr einen Betrag von 4000 € an die Hans-Joachim Maaz – Stiftung Beziehungskultur zu überweisen.

Im Rahmen unserer Veranstaltung stellte Dr. Sabine Stiehler die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung des Studentenwerks Dresden zu den „Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit Studierender“ vor. Außerdem wurde unser Jahrestreffen durch eine kurze Buchvorstellung von Dr. Matthias Stiehler „Partnerschaft ist zweifach“ bereichert.

Die Kaffeepause wurde wie immer für persönliche Begegnungen und regen Austausch genutzt. Im Anschluss hielt Dr. Hans-Joachim Maaz einen bewegenden Vortrag zu seinem gerade im Frank&Timme Verlag neu erschienen Buch „Friedensfähigkeit und Kriegslust“. In der anschließenden Gesprächsrunde gab es viele persönliche Mitteilungen über Betroffenheit und Ängste, aber auch Nachdenken über Hoffnungsvolles trotz aktueller Bedrohung.

Begrüßung durch die Vorsitzende Anke Borchardt
Dank an den Vorstand und den Kassenprüfer
Präsentation der Mitgliederentwicklung
Vortrag Dr. Sabine Stiehler
Buchvorstellung Dr. Matthias Stiehler
Kaffeepause
Vortrag Dr. Hans-Joachim Maaz

7. Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 03.12.2022

Am 3. Dezember 2022 fand unser 7. Jahrestreffen in Leipzig statt. Wir haben uns gefreut, 25 Mitglieder unseres Fördervereins sowie Herrn Dr. Maaz und Frau Dr. Gedeon-Maaz als
Ehrengäste zur Veranstaltung begrüßen zu können.

In diesem Jahr fand im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung auch die Wahl des Vorstandes statt. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder haben erneut kandidiert und wurden einstimmig gewählt: Vorsitzende des Fördervereins Anke Borchardt, 1. Stellvertreterin Dagmar Schwarz, 2. Stellvertreterin Dr. Sabine Stiehler, Schatzmeister Frank Müssig, Schriftführerin Ilka Bläß-Müssig, Öffentlichkeitsarbeit Dr. Marion Heyer.

Nach dem Rechenschaftsbericht erfolgte eine Diskussion und Abstimmung über die Mittelvergabe. Der Förderverein überweist in diesem Jahr eine Spende in Höhe von 3000 Euro an die Hans-Joachim Maaz – Stiftung Beziehungskultur.

Der Vortrag von Dr. Maaz zum Thema „Beziehungskultur in der aktuellen gesellschaftlichen Situation“ bewegte und gab viele Impulse für die anschließende Gesprächsrunde.

Begrüßung durch die Vorsitzende Anke Borchardt
Der neu gewählte Vorstand und der Kassenprüfer
Präsentation der Mitgliederentwicklung
Kaffeepause
Vortrag Dr. Maaz

6. Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 23.10.2021

Am 23. Oktober 2021 fand unser 6. Jahrestreffen in Leipzig statt. Die Vorstandsvorsitzende Anke Borchardt und die Vorstandsmitglieder Ilka Bläß-Müssig und Frank Müssig haben in diesem Jahr 16 Mitglieder unseres Fördervereins sowie Herrn Dr. Maaz und Frau Dr. Gedeon-Maaz als Ehrengäste zur Veranstaltung begrüßen können.

Nach dem Rechenschaftsbericht erfolgte eine Diskussion und Abstimmung über die Mittelvergabe. Der Förderverein überweist in diesem Jahr eine Spende in Höhe von 4000 Euro an die Hans-Joachim Maaz – Stiftung Beziehungskultur.

Während der Kaffeepause gab es wie immer die Möglichkeit für persönliche Begegnungen und Austausch, was von allen Teilnehmern rege genutzt wurde. Wir freuen uns, dass inzwischen persönliche Kontakte und Verbindungen in unserem Verein entstanden sind.

Im Anschluss an die Kaffeepause informierte Anke Borchardt in ihrem Vortrag „Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf Kinder und Familien“ über erschütternde und alarmierende Studien und Untersuchungen, die zu diesem Thema bisher vorliegen.

Dr. Maaz beleuchtete in seinem Vortrag „Corona-Angst und gesellschaftliche Entwicklung“ die Entstehung von Angst und Panik im Zusammenhang mit Mütterlichkeits- und Väterlichkeitsstörungen, kritisierte die psychosozialen Folgen der Corona-Maßnahmen und warnte eindringlich vor der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft.

In der anschließenden Gesprächsrunde gab es viele Rückmeldungen über Betroffenheit und Sorge in Bezug auf die aktuelle gesellschaftliche Situation sowie sehr persönliche Mitteilungen über Erfahrungen und Erlebnisse in den letzten 1,5 Jahren.

Wege aus der Corona-Angst

Rettung der Demokratie
heißt Angstbewältigung
Hans-Joachim Maaz

Die Corona-Pandemie spaltet unsere Gesellschaft wie kaum ein anderes Thema. Der Riss zieht sich durch unser gesamtes gesellschaftliches Miteinander und vergiftet in zunehmendem Maße das soziale Klima. In diesem Spannungsfeld haben sich längst die „Lager“ gebildet, die sich in ihren jeweiligen Erklärungen kollektiv sichern  und die „andere Seite“ nicht mehr erreichen wollen oder können.

Am meisten spüren wir dies am Umgang mit  ganz individuellen Impfentscheidungen. Da sind die Impfbefürworter auf der einen und Impf-„Verweigerer“ auf der anderen Seite. Wir Psychotherapeuten erkennen in dem jeweiligen Verhalten einen sog. Abwehrmechanismus, den der frühen Spaltung. Dieser wird hauptsächlich bei existentiell bedrohlichen Ängsten aktiv.

Hans-Joachim Maaz hat die Corona-Pandemie psychodynamisch als eine „kollektive Angststörung von (inter-)nationaler Tragweite analysiert“. Sie setzt sich zusammen aus realen Ängsten,  teilweise geschürter Panik und reaktivierten, alten Angstverletzungen der Menschen („Ich gehöre nicht mehr dazu.“, „Ich darf nicht frei entscheiden.“, „Ich fühle mich körperlich bedroht und will durch mein Verhalten niemanden gefährden.“).

Hier wollen wir Ihnen als Stiftung konkrete Hilfe anbieten:

Unsere Stiftung bietet ab sofort allen Interessierten die Möglichkeit an, unter Moderation wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Im übertragenen Sinne wollen wir Ihnen mit all Ihren Themen Platz an  einem “runden Tisch“ geben.  In einer zutiefst demokratischen Atmosphäre können dann reale Unterschiede, aber auch Verbindendes wieder hörbar und fühlbar gemacht werden. Dies ist neben aller Ängstigung auch eine Erfahrung, die uns das Corona-Virus erlebbar macht: wir alle sind und bleiben miteinander verwoben.

Ansprechpartner sind Katrin Nickeleit und Ekbert Kretzschmar. Wir vermitteln dann gerne Moderatoren über unsere Stiftung. So erreichen Sie uns:

Dipl.-Psych. Katrin Nickeleit
Heinrich-Roller-Straße 20
10405 Berlin
Tel.: 030 44046112   
Mail: katrinnickeleit@web.de
Dipl.-Psych. Ekbert Kretzschmar
Marienmauer 19
06618 Naumburg
Tel.: 03445 230474
Mail: ekbert.k@freenet.de

Literaturempfehlungen:

Hans-Joachim Maaz, Kollektive Angststörung von (inter-)nationaler Tragweite, in Jahrbuch Psychotherapie, Internationale Zeitschrift für PsychoPraxis, 1. Jahrgang 2021, Heft 1, ISSN 2747-5034, ISBN 978-3-95948-513-5

Hans-Joachim Maaz, Dietmar Czycholl, Aaron B. Czycholl, Corona-Angst. Was mit unserer Psyche geschieht, Frank & Timme 2020, ISBN 978-373-2907236

Hans-Joachim Maaz, Das gespaltene Land. Ein Psychogramm, C.H. Beck 2020, ISBN 978-3-406-75087-8